+++ title = 'Die jungen Leute brauchen Strom' date = "2026-08-31T20:00:00+02:00" draft = false toc = true cover = 'cover.jpg' +++ Goldrichtig! Meine TPH125 jedenfalls habe ich nun mit einer USB-Steckdose nachgerüstet - nicht lange, nachdem ich sie übernommen habe. Im Zuge einer Reparatur an der Tachowelle und dem Austausch einiger Bedienschalter am Lenker musste so oder so die ganze Verkleidung ab. Warum also nicht gleich zwei, nein drei Fliegen mit einer Klappe schlagen und auch noch die heißersehnte Steckdose einbauen? ## 1. Welche Steckdose?! Nach langer Recherche fand ich bei Amazon ein Modell, welches von verschiedenen Verkäufern angeboten wird. Vermutlich stammen jedoch alle aus der gleichen chinesischen Fabrik... Auf alle Fälle erfüllte es (fast) alle Anforderungen und Wünsche: Schnellladeunterstützung mit 36W Maximalleistung, welche somit auch nicht zu hoch ist - man kann also sein Smartphone auch einmal laden, ohne dass der Motor läuft. Außerdem mehrere Ports, falls mal das Navi und das Handy leer sein sollten. Es gibt weiterhin nicht nur USB-A-Ports, sondern sowohl die A-Variante als auch USB-C - und beides gleich zweimal. Eine kleine Klappe schützt die Buchsen vor Spritzwasser - nützlich vor allem an regnerischen Tagen! Und das wichtigste: sie muss flach sein. Deshalb schieden direkt auch alle Varianten aus, die lange zylindrische Module nutzen, welche in eine Standard-Blende eingeschoben werden (für die normalen [US-]KfZ-Steckdosen). Der einzige Wermutstropfen: keine Zwei-Wege-Ladeunterstützung, d.h. im Winter kann man die Batterie nicht über diese Steckdose pflegen. Für mich ist dies jedoch völlig verkraftbar, da es sich momentan um mein einziges motorisiertes Gefährt handelt. ## 2. Einbau Zunächst muss also ein Loch ins Sitzfach. Mit Laubsäge und spiralgedrehtem Sägeblatt zum Glück recht schnell erledigt. Nachgefeinert mit der Feile und zum Schluss noch glattgeschliffen, lässt sich das Ergebnis sehen: {{< figure src="hole-outside.jpg" alt="Dieses Bild zeigt das ausgebaute Sitzfach einer TPH125 mit dem gesägten Loch für die USB-Steckdose von aussen..." caption="Das Loch von außen..." >}} {{< figure src="hole-inside.jpg" alt="... und von innen!" caption="...und von innen!" >}} Da nun die Montagevariante, die der Hersteller des Laders vorgesehen hat, nicht so recht zu meinen Umständen passt, musste ich eine kleine Adapterplatte designen, welche dank 3D-Drucker auch schnell gefertigt war. Diese nimmt zwei M3-Muttern auf und hat zudem eine Schiene für einen Sicherungshalter. ![Die Adapterplatte](back-panel-with-fuseholder.png) Damit der fertige Einbau auch von innen perfekt aussieht, brauchte es noch eine Blende - auch diese konnte schnell 3D-gedruckt werden. ![Die Blende für den Innenraum](front-cover.png) ## 3. Verkabelung Die Verkabelung gestaltete sich leicht - denn ich verzichtete auf einen Anschluss hinter dem Zündschloss am Zündplus (wofür ich u.U. ein Kabel vom Lenker bis zur Dose hätte legen müssen), und schloss es direkt an die Batterie an - natürlich mit Sicherung und Schalter, damit die Batterie nicht durch Kriechströme bei längerem Stand entleert wird. {{< figure src="fuse-holder.jpg" alt="Zu sehen ist ein fliegender Sicherungshalter mit 5A-KfZ-Sicherung, an der Rückseite der Steckdose angebracht." caption="Die fliegende Sicherung ist gebändigt." >}} {{< figure src="battery-connection.jpg" alt="Die Batterie mit nunmehr je zwei Anschlussklemmen pro Pol." caption="Die Batterie mit nunmehr je zwei Anschlussklemmen pro Pol." >}} ## 4. Ergebnis Die Steckdose nimmt wenig Platz weg, verschwindet bei Nichtbenutzung fast und tut ihren Dienst bisher sehr zuverlässig. ![Ein Helm liegt im Helmfach und an der aufgeklappten USB-Steckdose hängt ein Kabel.](result.jpg) Eine gute Investition!